Ein Blick auf die Uhr: Zeit für den Ostermarsch am 6. April!
Ein Blick auf die Uhr: Zeit für den Ostermarsch am 6. April!
Der erste Ostermarsch fand in Großbritannien statt. 1958 marschierte man unter dem Motto „Ban the Bomb“ von London zum 83 Kilometer entfernten Atomforschungszentrum Aldermaston. Dieser Marsch dauerte vier Tage. 1960 kamen die Ostermärsche nach Deutschland.
Zu Anfang waren die Ostermärsche auch in Deutschland wirklich lange Märsche. Heute sind es eher längere Spaziergänge. So dauert der Hamburger Ostermarsch am 6. April 2026 von der S-Bahn Landwehr bis zur Langen Reihe am Hauptbahnhof nur etwa zwei Stunden. In Deutschland ist der Ostermarsch seit Jahrzehnten eine traditionelle Protestaktion der Friedensbewegung. In den 1980er Jahren nahmen Hunderttausende teil.
Die Notwendigkeit des diesjährigen Ostermarsches ergibt sich unter anderem aus der alarmierenden wissenschaftlichen Einschätzung der globalen Sicherheitslage: Die sogenannte Weltuntergangsuhr (Doomsday Clock) wurde im Januar 2026 auf 85 Sekunden vor Mitternacht gestellt. Dieser symbolische Stand ist der kritischste in der Geschichte der Uhr und verdeutlicht, dass die Menschheit einer selbstverschuldeten Katastrophe – in erster Linie durch einen Atomkrieg, aber auch durch den Klimawandel oder die Gefahren der KI – so nah ist wie nie zuvor.
Da Mitternacht für den endgültigen Weltuntergang steht, machen die verbleibenden 85 Sekunden deutlich, wie wenig Zeit für eine Kurskorrektur bleibt. Umso wichtiger ist es, dass wir am 6. April in Hamburg in großer Zahl für Frieden und Abrüstung und gegen die Kriegstüchtigkeit und Militarisierung der Gesellschaft demonstrieren.